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Smart Communities (Zukunftsstadt 2030 - Gransee)

Smart Communities (Zukunftsstadt 2030 - Gransee)

Kulturarbeit
Informationswissenschaften
Design
Bauingenieurswesen
Architektur und Städtebau
Sozialwesen
2016/02 - 2016/10

Lehrende:
Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, Prof. für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen, IaF Urbane Zukunft
Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm,

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Smart Communities (Zukunftsstadt 2030 - Gransee) - Zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung durch die Integration von Kultur, Wissen und Bildung mittels neuer Institutionen und Informations- und Kommunikationstechnologien

Smart Communities (Zukunftsstadt 2030 - Gransee) - Zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung durch die Integration von Kultur, Wissen und Bildung mittels neuer Institutionen und Informations- und Kommunikationstechnologien

Lehrende:
Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, Prof. für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen, IaF Urbane Zukunft
Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm, Professor für Bibliothekswissenschaft, FB 5

Zielgruppe: offen für Studierende aller Fachbereiche, Schwerpunkt Architektur und Städtebau, Informationswesen, Design
Umfang: 4-9 ECTS
Format: Seminar + Exkursionen
Termin: Freitag, 13 -16 Uhr /Start 8. April, 13 Uhr
Ort: FES 4005 (FES)
Kontakt: prytula@fh-potsdam.de, hobohm@fh-potsdam.de
Workspace: https://incom.org/workspace/6580

Die Stadt Gransee im Norden Berlins ist eine der typischen schrumpfenden Städte im urbanen Zeitalter. Dennoch bzw. gerade deshalb wurde sie als im Bundeswettbewerb "Zukunftsstadt 2030" ausgezeichnet, u.a. weil sie sich der Herausforderung auf vielfältige Weise stellt.

Für die Beteiligung an der 2. Phase des Zukunftsstadtwettbewerbs soll in diesem Seminar ein visionärer Ansatz entwickelt werden, der die bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse des Agendaprozesses zu einem ganzheitlichen Konzept zusammenführt und weiterentwickelt. Ziel ist eine intelligente Vernetzung unterschiedlicher Bereiche der Daseinsvorsorge, wie Mobilität, Gesundheitsversorgung, Bildung, u.a. durch den Einsatz elektronischer Medien und durch die Bildung neuer Institutionen (Smart Communities).

Für und zusammen mit Gransee sollen neue Modelle des Gemeindelebens entwickelt und erprobt werden, welche die Community in den Vordergrund stellen. Beispielsweise kann durch die Entwicklung eines neuen, integrierten Gemeindezentrums ein lebendiger Mittelpunkt für die ganze Region entstehen, wo Bibliothek, Archiv und andere Bürgerdienste vereint werden. Vorbilder hierzu könnten die "Idea Stores" in London sein oder der "Urban Media Space" in Aarhus.

Methode / Vorgehen

Die FH Potsdam ist schon seit einiger Zeit Partner für die Erforschung und Unterstützung zur Gestaltung nachhaltiger Stadtentwicklungsprozesse. In diesem Semester soll es in besonderem Maße um die Community Transformation gehen und die Frage, wie ein neuer Bürgertreffpunkt die Einrichtungen der "alten Welt" wie "Bürgeramt", "Archiv" und "Bibliothek" in die neue digitale, vernetzte und dennoch analog bleibende Welt mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet. Die Seminararbeit wird durch Beiträge des IaF Urbane Zukunft (zu demographische Entwicklung, Mobilität, Informationsvisualsierung) wissenschaftlich unterstützt.

Die Forschungshypothese ist, dass neue Formen von Institutionen und Kommnikation erforderlich sind, um den Herausforderungen der Transformation zum Digitalen und Urbanen zu bewältigen. Was im großen die Informationelle Stadt im globalen Kontext ist, muss im regionalen bzw. lokalen Kontext ein ähnlicher "Hub" der Konzentration von Wissen, Bildung und gemeinschaftlicher Kompetenzentwicklung werden, ob dies nun Gemeindezentrum, Volkshochschule, Bibliothek oder idea store genannt wird.

Die Überprüfung der Forschungshypothese und Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts erfordert u.a. eine intensive Feldarbeit vor Ort. Die Studierenden lernen dabei, verschiedene Kommunikations- und Erhebungsformen in Beziehung zu den Zielgruppen und Entscheidungsträgern in der Gemeinde einzusetzen. Aufgrund von Felderhebungen und Dokumentenanalyse sollen Konzepte erarbeitet werden, die der Stadt interdisziplinäre Perspektiven aufzeigen, zur Weiterentwicklung ihrer eigenen bereits weitgediehenen Idee der Zukunftsstadt. Dazu ist neben der Erbeitung des Fachliteraturstandes aus verschiedenen Disziplinen (Stadt- und Regionalforschung, Zukunftsforschung, Bibliothekswissenschaft, Transformationsforschung etc.) die Analyse von internationalen Best Practice Cases notwendig, die belegen wie vergleichbare Städte dem aktuellen Wandel erfolgreich begegnen. Wenn möglich sollen diese Konzeptüberlegungen auch moderierend vor Ort dargestellt werden, um den Transformationsprozess im Digitalen Wandel anzustoßen.